
27.07.2009
Tja, nun ist es also soweit, ich bin 40 Jahre alt!
Vor zwanzig Jahren erschien mir das noch irre weit weg, ich dachte, in
dem Alter sei ich "angekommen", vielleicht verheiratet, mit Kind und
Katze, und vielleicht in einer anderen Stadt - oder doch zumindest in
einem anderen Stadtteil. Nichts von dem, was ich mir einmal ausgemalt
habe, ist tatsächlich eingetroffen, noch nicht einmal das, was ich
direkt nach dem Abi studieren wollte - nämlich Jura - habe ich
studiert; ich lebe nach wie vor im selben Veedel, sogar in der selben
Straße, ich bin nicht verheiratet, eher soetwas wie ein "Single mit Mann", habe keine Kinder, aber dafür lebte hier bis vor kurzem noch unser Hauskater;
irgendwie ist alles anders gekommen als gedacht - und es ist gut so!
Mir gefällt mein Leben, mir gefällt meine Arbeit und wenn ich in den
Spiegel schaue, dann gefällt mir auch - meistens - was ich dann sehe. 40 Jahre
- die Hälfte meines Lebens dürfte damit rum sein, es ist viel passiert
in dieser Zeit, es ist wenig passiert, alles in allem war und ist mein
Leben eine runde Sache und ich fühle mich wohl in meiner Haut, in
diesem meinem Leben. Gut, auf einige Erfahrungen hätte ich vielleicht
auch verzichten können, so mancher Um-Weg war vielleicht nicht wirklich
nötig, aber auch diese Erfahrungen und diese Um-Wege haben mich zu dem
Menschen werden lassen, der ich heute bin - und ich finde mich recht
gut gelungen, so wie ich bin. 40 Jahre
ist für viele ein Alter, in dem sie in die Midlife-Krise kommen und mit
sich, ihren Falten und ihren grauen Haaren hadern, ihr Schicksal
bejammern und der Jugend hinterher trauern, mir geht es nicht so - und
ich denke - ich hoffe - ich werde auch nicht in diese Krise verfallen.
Nein, ich bin mir sicher, ich kann dem Älterwerden gelassen ins Auge
blicken - und Anfang September wird das dann auch noch begossen mit
ganz vielen Freunden und Kollegen, mit Familie und anderen lieben
Menschen, denn
40, das ist eindeutig eine Zahl zum Feiern!
1969
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